Das Bundesleben

Das gesamte Bundesleben funktioniert, vereinfacht gesagt, nach dem Generationenprinzip - und das seit über hundert Jahren. Jeder Rheno-Markomanne genießt nach seinem Eintritt in unseren Bund als Student alle Vorzüge unserer Verbindung: Wohnen und Leben auf dem Haus, Nutzung aller Einrichtungen (Computer, Fachbibliotheken, Skripte, Musterklausurensammlungen), Teilnahme an Veranstaltungen (z.B. Vortragsabende, weiterbildende Seminare, Bälle, Feiern) und und und...

Nach erfolgreichem Studienabschluss und Berufseinstieg trägt jeder mit seinen finanziellen Beiträgen dazu bei, dass nachfolgende, jüngere Generationen in Darmstadt wieder die gleichen Vorzüge genießen können. Junge und jung gebliebene Ältere bilden so eine feste und verlässliche Gemeinschaft, in der Hilfsbereitschaft und lebenslange Freundschaft an erster Stelle stehen. Der ständige Kontakt zwischen den Generationen macht Geschichte lebendig und offen für Neues.

Das fakultative Prinzip

Wir vertreten das Prinzip des fakultativen Fechtens. Dies bedeutet, dass niemand dazu gezwungen wird, eine Mensur zu schlagen. Wohl muss aber jeder an den Fechtstunden, die dreimal wöchentlich (einmal mit einem professionellen Fechtmeister) stattfinden und in denen alle Hiebe und Abwehrmöglichkeiten gezeigt werden, teilnehmen.

Fechten und Mensur

Eine Mensur ist das Fechten einer Partie zwischen zwei Verbindungsstudenten nach festen und sehr strengen Regeln. In diesem Zusammenhang wird von Außenstehenden an das Fechten gedacht, wie es im Sportverein betrieben wird oder wie man es aus Mantel- und Degenfilmen kennt. Das ist aber nicht korrekt. Bei der Mensur handelt es sich um eine besondere Art des Fechtens, dem sogenannten "akademischen Fechten".

In der Öffentlichkeit wird die Mensur oft auch als Duell bezeichnet. Das ist in der Sache nicht zutreffend. Denn ein Duell wird mit tödlichen Waffen ausgetragen. Bei der Mensur geht es darum, für die eigene Korporation einzutreten, die eigene Angst zu überwinden, seinen Willen zu stärken und dadurch als Persönlichkeit zu reifen. Das ist ein sehr wichtiger Unterschied. Der Bundesgerichtshof hat schon in den 50er Jahren in einem Urteil festgestellt, dass es sich bei der Mensur nicht um ein Duell handelt.